In der Frührehabilitation stehen wir am Anfang der Rehabilitationskette, die zurückführt ins Leben. Alltag mit seinen Geschehnissen bildet die Basis unserer Lebensführung mit Selbstversorgung in den ADL und sozialem Handeln
- sich ernähren, - sich waschen, kleiden und pflegen, - sich fortbewegen, - miteinander kommunizieren und - sozial interagieren.
Diese Lebensbereiche haben wir zum Thema der fünf workshops unseres Kongresses gemacht.
Erstes Partizipationsziel ist für jeden Patienten: Wieder fähig werden, im Alltag selbstbestimmt handeln zu können. Alltagshandeln erfordert Interaktion zwischen der Person und seiner Umwelt. Alltag ist ohne "embodiment" nicht machbar.
Therapiemodelle, die grundlegende Aktivitäten/Teilhabe im Alltag unter Berücksichtigung der Interaktion Körper -situativer Umweltkontextes fördern, sind die Konzepte von Affolter, Bobath und Coombes zum Wiedererlernen - von Alltagsgeschehnissen (Gespürte Interaktionstherapie im Affolter-ModellÒ), - von zielgerichteterHaltungskontrolle und Körperbewegung (Bobath-Konzept). - von Nahrungsaufnahme, Atmung und Sprechen (F.O.T.T).
Auf diesen drei Konzepte gründet die Frührehabilitation schwerer traumatischer Hirnschädigungen im TZB – ergänzt durch funktionsorientiertes Training mit Blick auf die Aktivitäten in den ICF-Kern-Lebensbereichen des Alltags.
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Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, zwei Workshops zu besuchen. Die beiden Workshops der Wahl werden bei der Anmeldung zum Kongress angegeben. Da nur eine begrenzte Zahl von Teilnehmern pro Workshop rein räumlich möglich ist, werden die Teilnehmer nach Eingang der Anmeldung in gleicher Zahl auf die Workshops aufgeteilt. Da diese zweimal durchgeführt werden, ist die Teilnahme am Workshop mit erster Präferenz nahezu sicher.
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Jeder Workshop orientiert sich an folgender Struktur:
- Einleitungsteil mit Vorstellung der Probleme schwer hirngeschädigter Patienten in dem betreffenden ICF-Lebensbereich - relevante ICF-Items zur Darstellung des Reha-Verlaufs in der Domäne - mehrere Praxis-Module in Rotation - Zusammenfassung und Diskussion
Bei der Durchführung der Workshops werden Poster, Videobeispiele, Selbsterfahrungen und praktisches Üben eingesetzt. Die Workshops können aufgrund der kurzen Zeit (3 Stunden) keine Kurse ersetzen.
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