Vortrag Fallbeispiele am Samstag 10:45
Es wurden von etwa 10 Patienten systematisch die Verläufe von der Aufnahme bis zur Entlassung angefertigt. Alle Patienten waren zu Beginn schwerstbetroffen. Bei der Auswahl der Patienten, wer über den gesamten Aufenthalt gefilmt wird, war der Rehaerfolg noch nicht abschätzbar. Neben formalen Kriterien wie z.B.der Einverständniserklärung der Beteiligten, wurde auf eine große Bandbreite von Diagnosen Wert gelegt.
Die Falldarstellungen werden unter drei Aspekten präsentiert:Rehaverlauf aus der PatientenperspektiveRehaverlauf als Ergebnis der interdisziplinären TeamarbeitTeilhabe im häuslichen Umfeld nach der stationären RehaDie Fallbeispiele zeigen neben den Entwicklungen, die die Patienten nehmen, die Arbeit des Behandlungsteams sowie den Einbezug der Angehörigen. Auf der Grundlage einer systematischen Befunderhebung des interdisziplinären Teams, werden Ziele gemäß ICF festgelegt und Maßnahmen definiert. Alle Interaktionen sind zielgerichtet auf das Partizipationsziel des Patienten - im Regelfall: Wohnen im häuslichen Umfeld.. Die Fallbeispiele zeigen, wie das interdisziplinäre Team auf der Basis des Grundkonzeptes des Hauses, mit den Patienten direkt im Alltag arbeitet und Problemlösungen entwickelt.
Im Verlauf werden die Veränderungen/Entwicklungen in die jeweiligen Teamkonferenzen eingebracht und die Zielsetzungen erweitert, sowie die Maßnahmen angepasst.
Die Falldarstellungen können zugleich als Beispiele angesehen werden, wie die Arbeit mit ICF in den Ablauf der Frührehabilitation integriert werden kann.
Ein wichtiges Instrumentarium für die Qualitätssicherung (insbesondere die Prozessqualität) ist die videogestützte Dokumentation. Die Videodokumentation bildet als einziges Instrument auch die Prozessqualität und wesentliche Umweltfaktoren, sowie die Rahmenbedingungen der jeweiligen Situation ab, die oftmals in schriftlichen Befunden keine Beachtung finden.



