Kongress 2009 Therapiezentrum Burgau

Das Gehirn- ein Beziehungsorgan

Denkt das Gehirn? Ist es der Schöpfer der erlebten Welt, der Konstrukteur des Subjekts?
Dieser verbreiteten Deutung der Neurowissenschaften stellt das Buch eine ökologische
Konzeption gegenüber: Das Gehirn ist vor allem ein Vermittlungsorgan für die Beziehungen
des lebendigen Organismus zur Umwelt und für unsere Beziehungen zu anderen Menschen.
Diese vielfältigen Interaktionen verändern das Gehirn fortlaufend und machen es zu einem
biographisch, sozial und kulturell geprägten Organ. Fazit: Es ist nicht das Gehirn für sich,
sondern der lebendige Mensch, der fühlt, denkt und handelt.
Diese Konzeption wird auf philosophischer, neurobiologischer und entwicklungspsychologischer
Basis entwickelt. Ein gesonderter Abschnitt gilt ihren Konsequenzen für unser
Verständnis psychischer Krankheit, für die psychologische Medizin und Psychotherapie.

Aus dem Inhalt:
Teil A: Kritik des neurobiologischen Reduktionismus
1. Kosmos im Kopf?
2. Das Gehirn als Erbe des Subjekts?
Teil B: Gehirn – Leib – Person
3. Grundlagen: Subjektivität und Leben
4. Das Gehirn als Organ des Lebewesens
5. Das Gehirn als Organ der Person
6. Der Doppelaspekt der Person
7. Konsequenzen für die psychologische Medizin
Schluss
Gehirn und Person - Die Reichweite neurobiologischer Erkenntnisse - Naturalistisches
oder personalistisches Menschenbild?